Wetter für Hofstädten
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Heimatbote, 06.07.2010
Hornick-Haus in Hofstädten abgerissen
Platz für Dorfladen-Projekt geschaffen - Neubau noch in diesem Jahr

Hofstädten:  Ein ungewohntes Büd prägt momentan die Ortsmitte von Hofstädten. Das altbekannte "Hornick Haus" wurde in den letzten Tagen abgerissen um Platz für den geplanten Neubau eines Dorfladens zu schaffen.

Dieses Haus in der Spessartstraße 21 war viele Jahre das Zuhause von Alfred Hornick und seiner Familie. Es war Wohnhaus und zugleich auch Amtssitz der damals selbständigen Gemeinde Hofstädten, da Alfred Hornick von 1964 bis zur Eingliederung Hofstädtens in die Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen im Jahr 1978 das Bürgermeisteramt innehatte.
Auch zu Zeiten der Familie Hornick war in diesem Haus bereits ein Einzelhandelsgeschäft untergebracht. Bedingt durch das veränderte Kaufverhalten der Ortsbevölkerung, der immer größer werdenden Zahl von Einkaufsmöglichkeiten und der größeren Mobilität der Kunden, wurde der kleine Laden vor vielen Jahren geschlossen. Seit dem Tod von Alfred Hornick im Jahr 2006 stand das Gebäude leer.
Nach dem heutigen Stand der Planungen wird ein eingeschossiges neues Gebäude auf diesem Grundstück gebaut. Der Markt Schöllkrippen wird nach Abzug von Fördergeldern aus dem Dorferneuerungsprogramm rund 150000 Euro investieren. Als Betreiber des neuen Dorfladens haben engagierte Ortsbürger aus Hofstädten ihre Hilfe zugesagt und zahlreiche Famlien bereits mit ihren Einlagen das nötige finanzielle Polster für dieses Projekt eingebracht.

 


Main Echo, 02.07.2010
Privates Eckgrundstück und Baum sorgen für Diskussion
Ortstermin: Ausschuss berät Ausbau der Bayernstraße

Schöllkrippen-Hofstädten. »Wir verkaufen nichts« vom gemeindlichen Flächenanteil, lautete der Tenor im Schöllkrippener Bauausschuss, der sich am Mittwochabend den Stand der Ausbaumaßnahmen in der Bayernstraße betrachtete. »Wenn wir es brauchen, rennen wir unseren Grundstücken hinterher«, meinte Bürgermeister Reiner Pistner.
Diskussionsgegenstand war ein heikler Fall: Bei einem privaten Eckgrundstück an der Bayernstraße und am Verbindungsweg zur Flurstraße wurde bei den Vermessungen vor Baubeginn festgestellt wurde, dass sich die Mauereinfriedung teilweise über drei Meter vom richtigen Grenzverlauf entfernt auf öffentlichen Grund befindet. Der jetzige Besitzer könne da nichts dazu, allerdings sei die Sache für ihn unangenehm, da er das Anwesen so vom Vorbesitzer erworben habe.Besonderes Augenmerk richteten die Ausschussmitglieder auf die Grundstücksecke, die als öffentliche Fläche belassen und eventuell gestaltet werden soll. Allerdings tat sich die Frage auf, was hier mit der darauf stehenden Linde passieren soll. Eine Versetzung im Sommer sei schwierig und unter 1500 Euro nicht zu machen, sagte Pistner, der sich für den Erhalt des Baumes aussprach. Wenn der Verbindungsweg zur Flurstraße bei weiteren Baumaßnahmen als Umleitungsstrecke gebraucht werde, müsse der Baum weg, so eine andere Meinung. Letztlich zeichnete sich der Kompromiss ab, den Zustand so zu belassen und die Straßen- und Gehwegbau wie geplant durchzuführen. Danach werde man weitersehen. Teilweise müsse der Grundstückseigentümer jedoch seine Mauer abräumen, hieß es. Thomas Büttner (CSU) riet, den Straßentrichter der regulären Grenze anzupassen.
Bürgermeister Pistner informierte darüber hinaus, dass bis Ende August die grobe Decke auf die Bayernstraße aufgebracht werde. Derzeit werden die Gehsteige gebaut, war bei der Ortsbegehung ersichtlich.Die Telekom ziehe eine Verstärkungsleitung aus der Spessartstraße über die Bayernstraße bis in die Frankenstraße, erklärte Pistner weiter. Dort solle ein breitbandtaugliches Leerrohr gelegt werden. An dieser Maßnahme beteilige sich der Markt mit 10 000 Euro. Diese Kosten seien nicht auf die Anrainer
umlegbar, sagte Pistner.
Für den Straßenausbau hätten die Anlieger indes schon den ersten Beitragsbescheid bekommen, Der zweite folge im Oktober. Laut Ausbaubeitragssatzung hätten die Anwohner neunzig Prozent der Kosten zu übernehmen, schloss der Bürgermeister.
dp

 


Main Echo, 12.04.2010
Neue Jugendgruppe, alter Vorstand
Jahresversammlung: Zwölf Einsätze 2009 für die Feuerwehr Hofstädten -
37 Jugendliche

Schöllkrippen-Hofstädten. Zu zwölf Einsätzen rückte die freiwillige Feuerwehr Hofstädten im Jahr 2009 aus. Dies berichtete Komandant Karlheinz Mannel bei der Generalversammlung der Wehr, zu der 36 Mitglieder ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren - darunter Ehrenkommandant Anton Huber und Schöllkrippens zweiter Bürgermeister Norbert Ries.
Die zwölf Einsätze teilen sich auf in vier Sicherheitswachen und acht technische Hilfeleistungen, heißt es in der Pressemitteilung der Wehr zu der Versammlung weiter. Insgesamt leisteten die Aktiven dabei 140 Einsatzstunden. Wie der Kommandant weiter berichtete, hat die Wehr eine neue Jugendgruppe mit derzeit neun Mitgliedern gegründet. Die Gruppe wird von Timo Weipert, Sebastian Volker und Tobias Pfaff betreut. Die drei Jugendbetreuer wurden per Handschlag des Kommandanten in die aktive Wehr aufgenommen.
Mannel würdigte das Jugendwartteam Julian Peter und Daniel Herget, das mit ihrer Leistung dazu beigetragen habe, dass die Hofstädtener Jugendfeuerwehr seit Januar auf 37 Mitglieder gewachsen ist. In seinem Bericht über das abgelaufene Jahr erinnerte Julian Peter unter anderem an das Jugendzeltlager, die 24-Stunden-Übung, das Seifenkistenrennen in Fuchsstadt (zweiter Platz) und an die Rocknacht.
Auch Neuwahlen standen an bei der Versammlung. Dabei wurden der Vorstand des Feuerwehrvereins einstimmig im Amt bestätigt: Wolfgang Esterson (Vorsitzender), Ingrid Peter (stellvertretende Vorsitzende), Christian Klotz (Kassier) und Astrid Knaus (Schriftführerin).
Vizebürgermeister Norbert Ries dankte den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern und allen Anwesenden für den Zusammenhalt und ihren Einsatz für die Gemeinschaft des Ortes.
fu

 


Erschließung des Baugebietes "Kerbersgraben" im April 2010

 


Main Echo, 30.03.2010
Von »Kaiser Wilhelm« bis Renetten
Dorferneuerung: Apfelbaumreihe am Dorfgemeinschaftshaus in Hofstädten gepflanzt - Robuste heimische Sorten

Schöllkrippen-Hofstädten. Mitglieder des Dorferneuerungsvorstandes und weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger haben am Samstag am Hofstädtener Dorfgemeinschaftshaus im »Blinden Grund« eine Apfelbaumreihe gepflanzt.
Lob für aktive Ortsbürger: Wie Baudirektor Otto Kister vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) erklärte, sei die Aktion der »offizielle Startschuss für die Platzgestaltung« um das Gemeinschaftshaus. Dazu gehört beispielsweise auch die Pflasterung des Eingangsbereiches. Über die geeigneten Pflastersteine für die Einfahrt zum Feuerwehrgerätehaus haben die Verantwortlichen beim Ortstermin am Samstag auch verhandelt. Baudirektor Kister lobte, dass sich in Hofstädten eine »so gute Truppe« um das Gelingen der Dorferneuerung bemühe. In diesem Sinne dankte er allen aktiven Ortsteilbürgern, die mithelfen, erhebliche Kosten einzusparen. Die Pflanzung, bei der Kister selbst kräftig Hand anlegte, habe eigentlich schon im Spätherbst erledigt werden sollen, war zu hören. Aber da spielte das Wetter nicht mit. Jetzt - mit erwachendem Frühling - säumen 18 Hochstämme den Weg, der am Dorfgemeinschaftshaus vorbei zur künftigen Kapelle führt.

Wie Arno Stein vom Dorferneuerungsvorstand mitteilte, handelt es sich um neun heimische und robuste, zum Teil traditionsreiche Apfelsorten, darunter Kaiser Wilhelm, Schöner von Boskop, Lohrer Rambour, Geheimrat Oldenburg und Renetten. Das Grundstück, auf dem die Obstbäume in einem Abstand von je zehn Meter in vorbereitete Löcher gesetzt wurden, habe Norbert Hornick zur Verfügung gestellt, so Vorstandsmitglied Siegbert Glaser.
Für einzelne Bäume haben sich laut Arno Stein schon Paten gefunden. Wie berichtet, sollten diese im Gegenzug zur Pflege das Obst ernten dürfen. Für Bürgermeister Pistner ist auch denkbar, dass sich die Schutzgemeinschaft Hofstädten unter dem Vorsitz von Dr. Bruno Thiele um die Gewächse kümmere. In diesem Fall liege die Obhut in einer Hand, hieß es. dp

 


Heimatbote, 27.03.2010
Feldlerchen und Vorstandswahlen
Jagdgenossenschaft Hofstädten informiert über Jagd und Tierschutz

Schöllkrippen-Hofstädten. Was eigentlich wie eine Routineversammlung begann, die Jagdgenossenschaft Hofstädten bestätigte den bisherigen Vorstand in seinem Amt, endete mit recht interessanten Informationen zur Jagd und zum Tierschutz.
Der Vorsitzende der Jagdgenossen, also aller Eigentümer von landwirtschaftlichen Flächen in der Gemarkung Hofstädten, Alfred Dedio, hatte vor der Entlastung über Sitzungen und Pflegemaßnahmen in der Flur berichtet, Kassenwart, Anton Weipert, konnte eine ausgeglichene Bilanz vorlegen und so konnte die Versammlung dem Antrag des Kassenprüfers Karlheinz Mannel auf Entlastung des Vorstandes nach fünf Jahren zustimmen. Da sich alle sechs Vorstandsmitglieder bereit erklärt hatten, weiterzumachen, fiel auch die Wahl, bei der sowohl die Stimmenmehrheit als auch die damit vertretene landwirtschftliche Fläche zählt, eindeutig aus.
Interessant wurde es dann noch einmal beim Punkt "Verschiedenes". Dr. Bruno Thiele, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Hofstädten e.V., der als Gast teilnahm, sprach die Pflege der Obstbaumflächen an, die von der Schutzgemeinschaft betreut werden und man einigte sich, diese Flächen in die bisherige Liste der Pflegemaßnahmen aufzunehmen. Außerdem berichtete der Jagdpächter, Artur Röll, über den Tierbestand und auch den Abschuß. Dabei waren z.B. drei Wildschweine und zehn Füchse. Auf die Frage, wie viele Rehe er denn nicht hätte abschießen müssen, wegen Unfällen mit Autos, sagte er: "Dieses Jahr waren es nur fünf, im Vergleich zu 16 vor drei Jahren also deutlich weniger." Möglicherweise hängt dies auch mit den neuen blauen Reflektoren zusammen, die jetzt an vielen Strecken an den Straßenleitpfosten angebracht worden sind.
Zuletzt berichtete Stefan Weidenweber, vom einzigen Ackerbaubetrieb in Hofstädten, über das LBV(Landesbund für Vogelschutz)-Projekt "Lerchenfenster". Hierbei lassen die Landwirte in ihren Feldern bestimmte Flächen ohne Getreidesaat, damit die Feldlerchen dort Nistmöglichkeiten finden. "Auch das trägt dazu bei, dass unsere Flur nicht nur Nutzfläche ist, sondern vielen Spaziergängern auch Naturerlebnis bietet." Damit und mit dem Dank für das Kommen beendete Alfred Dedio die Versammlung.

 


Main Echo, 18.03.2010
Weihnachtsgeschenke bereits im neuen Dorfladen einkaufen?
Bürgerversammlung: In Hofstädten bleibt der Radweg nach Schneppenbach Thema - Anlieger müssen für Straßenausbau tief in die Tasche greifen

Schöllkrippen-Hofstädten. Mit rund sechzig Besuchern im Dorfgemeinschaftshaus haben die Hofstädtener am Dienstag bei der Bürgerversammlung großes Interesse am Geschehen der Marktgemeinde bekundet. Doch eher zögerlich äußerten sie Anregungen und Kritik.
Lothar Weidenweber wollte wissen, was hinter den »Baumpatenschaften« am Dorfgemeinschaftshaus stehe. Bürgermeister Reiner Pistner erklärte, dass am Samstag, 27. März, eine Allee mit 18 Obstbäumen gepflanzt werde. Die Aufgabe eines Baumpaten bestehe in der Pflege des Gewächses. Im Gegenzug dürfe er die Äpfel lesen.
»Den Baum muss man nicht, darf ihn aber kaufen«, erklärte Pistner. Kurz: Eine Spende sei nicht zu verachten. Interessenten für eine Baumpatenschaft sollen sich bei Arno Stein vom Vorstand der Teilnehmergemeinschaft in der Dorferneuerung melden.
Zu Pistners Frage »Wollen wir in diesem Jahr den Dorfladen noch hinbringen?« gab es keine gegenteiligen Meinungen. Vorausgehend hatte der Bürgermeister über den aktuellen Stand informiert.Die Neubaupläne seien optimiert und vom Gemeinderat genehmigt, Details seien noch zu klären, hieß es. Beim künftigen Dorfladen sei sogar an einen Autoschalter gedacht. So könnten sich Pendler am frühen Morgen in der Spessartstraße noch schnell mit einem »Butterweck« versorgen, scherzte Pistner.
Eigenleistung der Bürger gefragt Mit der Polizei und Kreisstraßenmeisterei habe eine Ortsbesichtigung stattgefunden. »Es war nicht so, dass die den Autoschalter verhindern wollen«, so Pistners Auffassung. Zuversichtlich zeigte sich der Rathauschef, dass die Hofstädtener »zu Weihnachten ihre Geschenke im Dorfladen einkaufen können«. Bis dahin sei aber noch jede Menge Bürgerengagement gefragt, warb der Bürgermeister um tatkräftige Unterstützung beim Abriss und Aufbau. Die Kosten für den Neubau bezifferte er auf 307 000 Euro. An Zuschüssen seien 140 000 Euro zu erwarten.
Wie in vorigen Bürgerversammlungen war der Radweg nach Schneppenbach ein Thema. Erneut wurde auf eine Asphaltierung gepocht. Andrea Hant war der Meinung, der naturbelassene Weg sei »brenzlig«. Den losen Split hält sie für ungeeignet; außerdem sei er an vielen Stellen zu dick aufgebracht. Die Radfahrer rutschten weg. Karlheinz Mannel forderte zumindest einen ordnungsgemäßen Unterbau mit passender Aufschotterung. Pistner erinnerte, dass eine einjährige »spezielle artenschutzrechtliche Prüfung« laufe. Asphalt aufzubringen, hielt er dennoch für »schwierig«. »Die untere Naturschutzbehörde ist schon sehr rigoros«, gab Pistners zu bedenken.
Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Arno Stein, der Radweg sei vor über acht Jahren mit der Auflage errichtet worden, dass der Boden nicht versiegelt werden dürfe. Aufgrund schlechter Erfahrungen bestehe aber in Hofstädten schon seit langem der Wunsch nach einer Asphaltdecke.
»Nicht hinnehmbar« seien die Überreste von Plakatierungen an Straßenlaternen, beklagte ein Bürger. Pistner verwies auf die gemeindliche Plakatverordnung, die besage, dass Befestigungsmittel wieder entfernt werden müssen. Die Missetäter seien jedoch kaum auszumachen. Kritisiert wurde ferner, dass Busfahrer den eigens eingerichteten Wendehammer in der Spessartstraße nicht nutzten. »Die fahren nicht rein und blockieren den Verkehr - das ist ein Unding«, beschwerte sich Georg Hellenthal.
Neue Baustellen im Ortsteil Wenn es noch weitere Fragen gebe, stehe er im Rathaus zur Verfügung, schloss Pistner. Außerdem sei er ab nächster Woche öfters an Hofstädtens neuen Baustellen anzutreffen. Zuerst in der Bayernstraße, später in der Franken- und Schönebergstraße rollen in den kommenden Tagen die Bagger an. Dort sind Kanalbauten, Wasserversorgung und Straßenbau zu erledigen, wofür etliche tausend Euro in den laufenden Haushalt eingestellt sind.
Teilweise, insbesondere in der Frankenstraße, müssen die Anlieger tief in die Tasche greifen - von bis zu 20 000 Euro war die Rede. Der Ausbau der Ruhbornstraße - eine Kreisstraße - werde auf Bestreben der Marktgemeinde auf 2011 verschoben, erklärte Pistner. Die Straße sehe zwar »grauselig« aus, der Markt schaffe aber die vorbereitenden Kanalbauarbeiten nicht eher.
Im Schöllkrippener Veranstaltungsreigen wies Pistner auf den Besuch der polnischen Partnergemeinde Kochanowice vom 17. bis 21. Juni hin. Sicher besuchten die Gäste in diesem Zeitraum auch gern das Feuerwehrfest des 520 Einwohner zählenden Ortsteils Hofstädtens, meinte Pistner und zog abschließend noch den Hut vor dem, »was in dieser Dorfgemeinschaft alles geleistet wird.«
Doris Pfaff

 


Main Echo, 16.03.2010
Bürger pflastern und pflanzen
Dorferneuerung: Außenbereich des Hofstädtener Gemeinschaftshauses wird mit Wegen und Bäumen gestaltet

Schöllkrippen-Hofstädten. Im Rahmen der Dorferneuerung beginnen in den nächsten Wochen die Arbeiten an den Außenanlagen des Dorfgemeinschaftshauses.
Den Beginn der Arbeiten zur Neugestaltung des Areals besprachen in der vergangenen Woche Bürgermeister Reiner Pistner und Landschaftsarchitekt Wolfgang Leimeister vor Ort mit Mike Steigerwald von der Steigerwald Erdbau GmbH, Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs und Vertretern der Feuerwehr sowie des Dorferneuerungsvorstandes.
Sobald das Wetter es zulässt, soll als erster Schritt des Vorhabens die Feuerwehreinfahrt befestigt und später mit Hilfe von Freiwilligen gepflastert werden, erklärt Arno Stein, Projektvertreter und Mitorganisator, im Gespräch mit unserer Zeitung. Danach sind Arbeiten am Weg rund um das Gebäude vorgesehen. Zuletzt soll der Eingangsbereich des Gebäudes hergestellt werden.

Viel Eigenleistung »Die Baumaßnahmen sollten bis Oktober abgeschlossen sein«, so Stein. Die Pflasterarbeiten werden unter großer Mithilfe und Eigenleistung der Bürger durchgeführt. »Lediglich die Leistensteine und Einfassungen werden vom gemeindlichen Bauhof gesetzt und Maschinenarbeiten von der Firma Steigerwald ausgeführt«, sagt Stein.
Auch wurde bei dem Ortstermin vereinbart, am Samstag, 27. März, ab 9 Uhr eine Apfelbaumreihe einseitig entlang des zukünftigen »Kapellenweges« zu pflanzen. »18 Bäume sollen als optische Grenze gesetzt werden«, so Arno Stein, »damit das neugestaltete Gebiet umgrenzt erscheint. Auch dafür werden Freiwillige gesucht, denen - aber sicher nur bei entsprechender Pflege - auch die Ernte ›ihrer‹ Bäume in Aussicht gestellt wird.« Das Gemeinschaftshaus wurde von 2002 bis 2006 errichtet und wird von der örtlichen Feuerwehr, dem Gesangsverein und der Jagdgenossenschaft Hofstädten genutzt.
Hinzu kommen Bürgerversammlungen, Seniorentreffs, Festtagsveranstaltungen (Weißer Sonntag) und private Feiern. Zudem wird im August die Jugendfeuerwehr des Kreises auf der benachbarten Wiese ein Zeltlager ausrichten. Aufgrund der vielen Veranstaltungen im und um das Dorfgemeinschaftshaus sollen nun auch die Außenanlagen entsprechend ästhetisch erscheinen und gut nutzbar sein. Jedoch achte man genau darauf, dass die Bauarbeiten Festlichkeiten wie den Weißen Sonntag nicht behindern, so Stein.
Weitere Schritte im Vorhaben »Rund um das Dorfgemeinschaftshaus« seien unter anderem die Anlage eines Parkplatzes sowie eines »Verstecks für die unschönen Wertstoffcontainer - beides oberhalb des Gemeindehauses, in Richtung der geplanten Kapelle.
Thomas Vetter.

 

 

Faschingsumzug 2010

 

 

Main Echo, 11.02.2010
Darlehensaufnahme für 2010 geplant
Haushalt Schöllkrippen

Schöllkrippen. Der vorläufige Haushaltsplan lag dem Marktgemeinderat am Dienstag vor. Die eigentlichen Beratungen darüber sollen erst in der nächsten Sitzung erfolgen. Bürgermeister Reiner Pistner stellte vorab einige Daten aus dem Entwurf vor.
Unterm Strich sei der Haushalt des vergangenen Jahres gut gelaufen. Das bislang nicht in Anspruch genommene Darlehen der beiden Vorjahre über 767 000 Euro müsse jedoch »vielleicht heute schon abgerufen werden«. Für dieses Jahr stehe eine Darlehensneuaufnahme von 300 000 Euro auf dem Plan. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag zum Vorjahresende bei 1385 Euro, in 2010 werde sie auf 1607 Euro wachsen. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt liege bei 726 000 Euro - das sei »gigantisch«, so Pistner.
Als größte Ausgabeposten benannte der Bürgermeister die Maßnahmen in der Hofstädtener Dorferneuerung, darunter drei Straßenausbauten. Der Ausbau der Ruhbornstraße werde auf 2011 verschoben. Auf ein Problem des Haushaltes wies Pistner ferner hin: Mit dem allgemeinen Haushalt würden kostenrechnende Einrichtungen finanziert. Seit 2004 seien für Wasser und Kanal rund 1,5 Millionen Euro an Tilgungsleistungen aus dem laufenden Haushalt zusammen gekommen, habe der Kämmerer informiert.
»In Sachen KVG müssen wir uns outen«, so Pistner. Aus dem freien Haushalt werde sich der Markt mit 150 000 Euro an der KVG beteiligen und mit weiteren 150 000 Euro über eine Holding. Damit sei Schöllkrippen Anteilseigner von fünf Prozent.
dp

 

 

Main Echo, 21.01.2010
In Hofstädten sind ab Frühjahr wieder die Bagger am Werk
Straßenausbau: Ausschreibung besser als gedacht

Schöllkrippen-Hofstädten. Vor etlichen interessierten Bürgern aus Hofstädten hat Rathauschef Reiner Pistner am Dienstag im Marktgemeinderat das Ausschreibungsergebnis zum geplanten Ausbau der Schöneberg-, Franken- und Bayernstraße bekannt gegeben. Den Auftrag für die Durchführung der Arbeiten erhält laut einstimmigem Beschluss der günstigste Anbieter - die Firma Franz Kunkel aus Neuhütten.
Die Kosten für Schöneberg- und Frankenstraße beträgt für den Abschnitt Kanalbau gut 155 000 Euro, für den Wasserleitungsbau rund 130 000 Euro, und den eigentlichen Verkehrsbau 450 000 Euro; insgesamt laut Angebot also 735 000 Euro inklusive der Mehrwertsteuer.
Die Kosten für den Ausbau der Bayernstraße belaufen sich laut Leistungsverzeichnis auf rund 320 000 Euro (Kanal: rund 104 000 Euro, Wasser 58 000, Straßenbau: 163 000 Euro). Insgesamt liege das Ausschreibungsergebnis »beachtlich« (etwa 15 Prozent) unter den geschätzten Kosten, so Pistner mit Blick auf die Straßenanwohner, die dennoch mit ganz erheblichen finanziellen Brocken zu rechnen haben. Dennoch könne es im Zuge der Bauarbeiten noch Unwägbarkeiten geben, die zu bedenken seien.
Der Bauzeitenplan liege noch nicht vor; die Straßenzüge sollen jedoch zeitlich parallel in Angriff genommen werden.Etwa ab März könne es losgehen, meint der Bürgermeister.
dp

 

 

Main Echo, 19.11.2009
Premiere mit Bravour bestanden
Chorkonzert: Sangeslust Hofstädten erntet verdienten Applaus für ihr erstes abendfüllendes Programm

Schöllkrippen-Hofstädten. Nachdem sie bislang nur bei Konzerten anderer Gastgeber mitgewirkt haben, bestanden die Aktiven des Gesangvereins Sangeslust Hofstädten am Samstagabend ihr erstes abendfüllendes Konzert mit Bravour.
Dorfgemeinschaftshaus gefüllt:  »Nun haben wir endlich eine Möglichkeit zum Auftreten«, freute sich die Vorsitzende Margit Weipert, als sie die Gäste im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus begrüßte und erklärte, dass das Konzertmotto »Melodien im Grund« passend zum Standort gewählt worden sei. Die Sängerinnen und Sänger hatten unter der Leitung von Musikdirektor Friedolin Wissel jedoch einen musikalischen Reigen zusammengestellt, der sich auf gutem Niveau präsentierte.
Dazu gehörten zum einen die Lieder, bei denen Solist Alois Kempf im Blickpunkt stand. Neben dem »Trinklied« aus der Oper »La Traviata« waren das »La donna e mobile« aus der Oper »Rigoletto«, »Dunkelrote Rosen bring ich schöne Frau« aus der Operette »Gasparone« und das »Wolga-Lied« aus der Operette »Zarewitsch«. Nicht zu vergessen das Lied »Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde«, mit dem einst Robert Stolz begeisterte und das dank Kempf so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.
Eröffnet wurde der Chorabend mit »Conquest of Paradise«. Vangelis komponierte diese Melodie für den Film »1492«, der sich um die Entdeckung von Amerika dreht. Zu Weltruhm gelangte sie jedoch erst, als der deutsche »Gentleman-Boxer« Henry Maske sie als »sein« Einzugslied erklingen ließ. Die Aktiven der Sangeslust haben sich diese Idee zu eigen gemacht, denn mit Teelichtern in der Hand marschierten auch sie dazu ein.
Danach erinnerten sie mit »Der Freundschaft Band« von Edward Elgar an die Einheit Europas und den Frieden in der Welt, der auch im altrussischen Kirchengesang »Tebje Pajom« von Dimitri Bortnianski im Vordergrund steht.
Den Ausflug in die Welt des Musicals mit »Wein nicht um mich Argentinien« und »Memory« quittierten die Gäste ebenso mit reichlich Beifall, wie die sich anschließenden Gospels »Down by the Riverside«, »Halleluja, sing ein Lied« und »Swing low«. Mit den Songs »Heimweh«, im Original von Freddy gesungen, und »Marina« von Rocco Cranata landeten die Aktiven wieder in deutschen Gefilden, bevor sie sich mit »Time to say goodbye« verabschiedeten. Hier schloss sich der Kreis des Abends, denn mit diesem Lied hat Henry Maske seinen letzten Kampf (vor dem Comeback-Kampf) enden lassen. Die Ovationen des Publikums verhallten dennoch nicht ungehört, da die Sangeslust das beliebte Volkslied »Frieden« von Maria Hellwig als Zugabe mitgebracht hatte.
Dank an Dirigent Wissel
Abgerundet wurde der Abend mit dem Klaviersolo »Alla turca« von Wolfgang Amadeus Mozart. Gespielt wurde es von Dirigent Wissel, der die Sängerinnen und Sänger auch bei den meisten anderen Liedern am Klavier begleitet. Für ihn hatte die Vorsitzende eine Überraschung vorbereitet, denn in Anerkennung für dessen 30-jährige Arbeit mit der Sangeslust überreichte sie Wissel eine Urkunde und ein Präsent. »Er ist mit Leib und Seele Musiker und hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind«, würdigte Weipert den Chorleiter.
Marion Stahl

 

 

Main Echo, 08.10.2009
"Der Laden muss brummen"
Nahversorgung: Hofstädtener Dorfladen-Initiativgruppe stellt Betreiberkonzept im Marktgemeinderat vor - Mini-GmbH

Schöllkrippen. "Unser Ziel ist, unseren Hofstädtener Dorfladen zum Jahresende 2010 zu öffnen", erklärte Sigrid Dedio von der Initiativgruppe Dorfladen am Dienstag in der Sitzung des Marktgemeinderats, zu der 15 Zuhörer gekommen waren. Michaela Mannel, Tanja Staab - beide ebenfalls aus der Initiativgruppe - und Dedio informierten über das Betreiberkonzept, Investitionen und Wirtschaftsplanungen.
Eine Umfrage, an der sich 87 der insgesamt 180 Haushalte des Ortsteils beteiligt hatten, ergab, dass 86 Prozent der Befragten der Meinung seien, die Versorgungssituation in Hofstädten solle verbessert werden, hieß es zuvor. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Beraters Wolfgang Gröll zeige, "der Laden muss brummen", wenn sich das Geschäft lohnen soll, so Dedio.
Die drei Frauen von der Initiativgruppe zeigten sich überzeugt, dass der Laden unter dem Motto "Lebensmittel und mehr" - das heißt, Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Gebrauchs und sozialer Treffpunkt - gute Aussichten habe. Recht scheint dem Arbeitskreis bereits jetzt schon das große Interesse und der Rückhalt der Bevölkerung zu geben.
Für die Mini-GmbH "Dorfladen Hofstädten UG & Still" - einem Bürgerladen in Form einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft mit Geschäftsführer und einem Mitgliederrat, der von stillen Gesellschaftern gewählt wird - haben schon zahlreiche Personen schriftlich ihre Bereitschaft erklärt, Geschäftsanteile zu zeichnen. Bei derzeit 99 Zeichnern, darunter auch Familien, mit 162 Anteilen seien 24 300 Euro zusammen gekommen, lautet das vorläufig stolze Ergebnis. Die Initiatoren sind zuversichtlich, dass sie die übrigen Anteile zu je 150 Euro auch noch "zusammen kriegen". Unterm Strich werden gut 30 000 Euro benötigt, um die Investitionen abdecken zu können. Die Kosten für Ladeneinrichtung und Warenerstausstattung bezifferte Dedio auf je 15 000 Euro; an sonstigen Gründungskosten kämen weitere 2000 Euro hinzu. Bei monatlichen Fixkosten (darunter auch Personalkosten) von 3070 Euro und einer angenommenen Handelsspanne (Marge) von 22 Prozent errechnet sich der erforderliche Monatsumsatz auf 13 955 Euro. Der erwartete Jahresumsatz liege bei gut 167 000 Euro, der erwartete Wareneinsatz bei rund 131 000 Euro. Kostendeckung und Gewinnerzielung sei oberstes Prinzip. Die Hofstädtener seien aber auch über die Risiken des Unternehmens aufgeklärt worden, sagte Dedio. "Im schlimmsten Fall ist die Einlage weg".
Bevor es an die konkrete Umsetzung geht, muss das vorgesehene Gebäude in der Spessartstraße 21 gründlich auf Vordermann gebracht werden, erläuterte Architekt Martin Reuter. Die Lage des ehemaligen Bürgermeisterhauses sei "perfekt für die Nutzung", unterstrich Reuter.
Vertraglich besiegelt von der Teilnehmergemeinschaft in der Dorferneuerung werde das Haus mit Mitteln des Amtes für ländliche Entwicklung und der Gemeinde umgebaut. Die Baukosten würden zu 50 Prozent gefördert, ergänzte Rathauschef Reiner Pistner.
Die umfassenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen samt Außendämmung, Dach, Heizung, Fenster, Außentreppe, Plattformaufzug und Nebenkosten belaufen sich auf knapp 400 000 Euro. Davon entfallen 278 000 Euro auf das Erdgeschoss; die Summe für das Dachgeschoss, das später vielleicht als Wohnung vermietet werden könne, sei zunächst nur planerisch bedacht.
Angesichts der Kosten habe er "erst mal geschnauft", meinte Pistner. Den Erfolg des Vorhabens ziehe er jedoch nicht in Zweifel. Wo Kosten gesenkt werden könnten, sei zu prüfen.
Nach anfänglichen Bedenken zeigte sich Dr. Marco Schmitt (CSU) von dem Dorfladenprojekt "durchaus angetan". Zu Bedenken gab Michael Pfarr (CSU) die derzeit noch ungelöste Parkplatzsituation. Zu einer Anmerkung, der Dorfladen könne womöglich mit Discounter-Billigpreisen nicht mithalten, sagte Siegbert Glaser (FW), die Waren des Dorfladens seien im Durchschnitt nicht teurer.
"Der Dorfladen wird funktionieren, wenn sich die Hofstädtener damit identifizieren. Alles steht und fällt mit der Leidenschaft, mit der sich die Beteiligten einbringen", schloss Pistner.
In diesem Sinne gab der Marktgemeinderat dem Arbeitskreis Dorfladen grünes Licht, sein Projekt weiter voranzutreiben. Doris Pfaff

Hintergrund: Wie das Hofladen-Umsatzziel zu erreichen wäre
Wie der anvisierte Umsatz von  13 955 Euro pro Monat im Hofstädtener Dorfladen gelingen könnte: Hofstädten hat etwa 180 Haushalte und 521 Einwohner (Stand Januar 2008). Wenn 60 Prozent der Haushalte im Dorfladen einkaufen, sind dies 108 Haushalte/312 Personen. Folgende Einkäufe wären dann zu tätigen, um das Umsatzziel von 13 955 Euro zu erreichen:
129 Euro pro Haushalt im Monat beziehungsweise 32 Euro pro Haushalt in der Woche; oder: 45 Euro pro Person in Monat beziehngsweise elf Euro pro Person in der Woche. dp

Auf die Frage ...
... eines Gemeinderats, was denn passiere, wenn die für den geplanten Hofstädtener Dorfladen eingekaufte Frischware nicht genügend Abnehmer finde, hat Initiatorin Sigrid Dedio eine überzeugende Antwort parat: "Wenn im Dorfladen die Brötchen hart werden und die Milch am Ablaufen ist, dann gibt es halt in ganz Hofstädten Semmelknödel."

 

 

Amtliches Mitteilungsblatt der VG, 01.10.2009
Grünabfallablagerung am Steinbruch "Grüne Brücke/Weißer Stein"

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Hofstädten,
in letzter Zeit kommt es im Bereich des gemeindlichen Steinbruchs an der "Grünen Brücke" bzw. dem "Weißen Stein", im OT Hofstädten zur Gernarkungsgrenze der Gemeinde Geiselbach, immer häufiger zu rechtswidrigen Grün- und Bauschuttablagerungen seitens verschiedener ortsansässigen und nichtortsansässigen Bürgern.
Bei einer Ortsbegehung seitens der Verwaltung wurden jetzt sogar zufällig Personen dabei ertappt, die gerade Ihren Garten und Forstabfall auf dem gemeindlichen Grundstück abladen wollten. Der Steinbruch wird mittlerweile so stark als illegaler Grünabfallplatz genutzt, dass nun zukünftig als Konsequenz der Ein und Ausfahrtsbereich durch den Markt Schöllkrippen gesperrt wird, und somit der bestehende Weg nicht mehr als Zufahrt genutzt werden kann. Die Nachbargemeinde Geiselbach hat ebenfalls signalisiert, dass das Zufahren von deren Seite unzugänglich gemacht wird.
Falls einzelne Personen dabei gesichtet werden, die unbefugt ihren Grünabfall dort abladen, wird diese Tat unverzüglich und ohne Ausnahme zur Anzeige gebracht. Wer seinen Grünabfall ordnungsgemäß abgeben möchte, kann dieses zu den bekannten Öffnungszeiten an der gemeindlichen Grünabfalldeponie tun.
Schöllkrippen, 17.09.2009
gez. Pistner,
1. Bürgermeister

 

 

12.09.2009
Feuerwehrübung in der Spessartstraße 6

 

 

Main Echo, 07.08.2009
Änderungen reduzieren Straßenkosten
Frankenstraße: Schöllkrippen entlastet Anwohner um etwa 20 Prozent - Anlieger: Jeden möglichen Euro einsparen

Schöllkrippen. Zum geplanten Ausbau der Frankenstraße in Hofstädten hat der Marktgemeinderat am Dienstag einige bauliche Änderungen mit reduzierenden Auswirkungen auf die Schätzkosten beschlossen.
Insgesamt dezimieren die Änderungen die geschätzten Aufwendungen für die Anlieger (die laut Satzung 90 Prozent der Kosten für die offiziell nie ausgebaute Frankenstraße zu übernehmen haben) um gut zwanzig Prozent von anfänglich 230 000 Euro auf knapp 185 000 Euro. Pro Quadratmeter beitragspflichtiger Fläche bedeute dies umgerechnet eine Senkung von 20,42 Euro auf jetzt 16,33 Euro, wobei der Geschossflächenfaktor noch zu berücksichtigen sei, sagte Bürgermeister Reiner Pistner.
Das Ratsgremium sprach sich dafür aus, den talseitigen Gehweg nicht bauen zu lassen. Die Kostenersparnis liege bei 23 400 Euro, so die Annahme. Weiter solle die Fahrbahn mit Leistensteinen anstatt mit Natursteinpflaster begrenzt werden. Das Querpflaster im Einmündungsbereich solle entfallen (Ersparnis 1500 Euro).
Wegen einer falschen Massenberechnung beim Unterbau der Nebenflächen können weitere 5000 Euro gestrichen werden. Einstimmig lautete der Beschluss, dass der Markt den Straßenentwässerungsanteil von 17 000 Euro übernimmt. Keine Mehrheit fand der Vorschlag, anstelle des wie in anderen Ortstraßen eingeführten Rocca- Pflasters bräunliche Parkettsteine zu verwenden; dies hätte eine Ersparnis von etwa 1200 Euro gebracht.
Wie Reiner Pistner eingangs ausführte, habe sich nach der Anliegerversammlung zur Information über die Ausbauplanung der Frankenstraße (wir berichteten) eine Anwohnerinitiative gebildet. Sie habe eine Petition mit Überlegungen zu den genannten Kosteneinsparungen verfasst, die im Vorfeld der Sitzung "abgearbeitet" wurde, so Pistner.
Dazu äußerten sich außerhalb der Gemeinderatssitzung zwei Anlieger. "Trotz der Einsicht für die notwendige Maßnahme - in dieser Form können wir den Ausbau nicht bezahlen", meinte ein Anwohner. "Was nützt ein Gehsteig, wenn er nicht bezahlt werden kann", gab er zu überlegen. Jeder mögliche Euro solle eingespart werden. Von "Existenzgefährdung" sprach eine andere Bewohnerin. Einzelne Hausbesitzer, darunter doppelt betroffene Eckgrundstücksbesitzer, müssten bis zu 30 000 Euro berappen.
Der Marktgemeinderat einigte sich weiter, die Vorausleistungen für den Ausbau in zwei Raten und einem Mindestabstand von sechs Monaten zu erheben. Die Erstattung bereits in 1976 geleisteter Vorauszahlungen sowie eine Verzinsung dieser Beiträge sei aus rechtlicher Sicht nicht möglich, weil die Straße zur Zeit der Beitragszahlung bereits benutzbar war, hieß es.
Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, mit den Anwohnern über den Verkauf gemeindlicher Randstreifen (155 Quadratmeter) zu sprechen und eine Lösung herbeizuführen. Ratsmitglied Leonhard Schultes schlug diesbezüglich Flächentausch vor.
Für den Frostschutzunterbau der Frankenstraße solle zumindest alternativ das eventuell kostengünstigere Recyclingmaterial ausgeschrieben werden, sagte Pistner weiter. Der bergseitige 1,5 Meter breite Gehsteig müsse vollständig mit Tränbeton ausgeführt werden, um Setzungen im Leitungsbereich zu vermeiden. Der Einbau von Vlies auf der teilweise porösen Bitumentragschicht sei nicht möglich, schloss der Bürgermeister. dp

 

 

Main Echo, 17.06.2009
Persönliches Urkunde für Gabriele Globke-Lorenz

Schöllkrippen-Hofstädten. Gabriele Globke-Lorenz aus Hofstädten feiert im Landratsamt Aschaffenburg Jubiläum, sie ist 25 Jahre im Dienst. Die Diplom-Ingenieurin ist die Fachkraft für Naturschutz, sie überwacht und betreut Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Die Jubilarin erstellt fachliche Stellungnahmen im Rahmen von Bauleit- und Raumordnungsplanungen und berät die Gemeinden in landschaftsökologischen Fragen. Sie bietet naturkundliche Führungen an und unterstützt Naturschutzverbände und andere im Naturschutz tätige Organisationen.
Landrat Dr. Ulrich Reuter überreichte ihr eine Dankurkunde sowie ein kleines Präsent.

 

 

Main Echo, 12.06.2009
Erhebliche Kosten für die Anlieger
Straßenausbau Keine Zuschüsse für Erschließungen in Hofstädten

Schöllkrippen-Hofstädten. Beim geplanten Ausbau der Schöneberg- und Frankenstraße in Hofstädten kommen auf die Anlieger ganz erhebliche finanzielle Brocken zu, musste Bürgermeister Reiner Pistner am Dienstag im Marktgemeinderat mit Bedauern verkünden.
Während der erste Teil der Schönebergstraße (129 Meter ab Abzweig von der Spessartstraße) vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) als Ausbaumaßnahme gefördert werde, seien für die verlängerte Schönebergstraße und die Frankenstraße keine Zuschüsse zu erwarten. Die beiden Abschnitte gelten als Ersterschließungen, so Pistner zum Hintergrund.
Die ersten Kostenschätzungen und Berechnungen sehen wie folgt aus: Beim "Teilabschnitt 1" der Schönebergstraße (0-129 Meter) seien - abzüglich Plankosten und ALE-Zuschüsse - unterm Strich gut 97 000 Euro zu bewältigen. Der Anteil (70 Prozent) für die Anlieger mache 68 000 Euro aus. Nach einer neuen Regelung in der Ausbaubeitragssatzung (die noch zu beschließen ist) wird der gemeindliche Aufwand an den Mischflächen dreißig (statt zwanzig) Prozent betragen, teilte Pistner mit.
Bei der verlängerten Schönebergstraße (176 Meter), entfallen auf die Anlieger neunzig Prozent der Straßenbaukosten. Nach ersten Schätzungen beträgt die Gesamtsumme für die Anwohner 111 000 Euro; im Einzelnen müssen die Grundstücksbesitzer hier mit bis zu 17 000 Euro rechnen.
Noch teurer kommt - auf 205 Meter - die Frankenstraße mit sieben Eckplatzgrundstücken. Hier schlagen zusätzlich noch Entwässerungskosten über 17000 Euro zu Buche.
Letzten Endes summiert sich der neunzigprozentige Anliegeranteil auf 230 000 Euro. Die Anwohner müssten je nach Grundstücksgröße zwischen 3900 und 29 000 Euro berappen, so die Grobschätzung.
Die detaillierte Kostenschätzung will der Marktgemeinderat demnächst den Anliegern vorstellen und sich mit ihnen auch über Einsparmöglichkeiten, Ausführungsalternativen und Zahlungsmodalitäten beraten. Noch sei nichts beschlossen, hieß es. dp

 

 

Main Echo, 16.04.2009
Für Ausbau der Schöneberg- und Frankenstraße
Gemeinderat hat Pläne für Hofstädten gebilligt

Schöllkrippen. Ohne Gegenstimmen hat der Marktgemeinderat am Dienstag die Ausbaupläne für die Schöneberg- und Frankenstraße im Ortsteil Hofstädten gebilligt. Winfried Schwab vom gleichnamigen Hösbacher Ingenieurbüro erläuterte zuvor eingehend Details der Planunterlagen.
Parallel zur Planfreigabe und den Zuschussanträgen an das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) werde die örtliche Bauverwaltung die Kosten errechnen, die auf die jeweiligen Anwohner zukämen, sagte Bürgermeister Reiner Pistner. Eine Anliegerversammlung folge demnächst.
Laut Schwab fallen für den 260 Meter langen Kanalbau etwa 157 000 Euro an reinen Herstellungskosten an. Für die Wasserleitungen (520 Meter), die im ganzen bebauten Bereich neu verlegt werden müssen, kommen etwa 174 000 Euro zusammen, so Schwab.
Den eigentlichen Straßenbau auf über 4000 Quadratmeter, an dem sich das ALE abschnittsweise finanziell beteiligt, schätzt Schwab auf rund 545 000 Euro. Davon entfallen auf den zuwendungsbegünstigten Teil der Schönebergstraße 155 000 Euro, auf die weiter geführte Straße 102 000 Euro, auf den Neubaubereich 65 000 Euro, auf die ALE-begünstigte Teilstrecke der Frankenstraße 28 000 Euro und auf den Rest der Frankenstraße 195 000 Euro.
In der Frankenstraße, die noch nie richtig fertig gestellt wurde, bilde nur der Neubau die Basis für die Abrechnung mit den Anliegern, betonte Pistner. Den alten Unterbau, der nicht frostsicher sei und Bodenuntergrundverbesserungen nach sich ziehe, müsse die Gemeinde herausnehmen. dp

 

 

Main Echo, 24.03.2009
Margit Weipert neue Vorsitzende

Schöllkrippen-Hofstädten. 31 Mitglieder wählten in der Generalversammlung des Gesangvereins Sangeslust Hofstädten im Dorfgemeinschaftshaus einen neuen Vorstand: Das Amt der Vorsitzenden wird künftig von Margit Weipert ausgeübt, nachdem ihr Vorgänger Anton Weipert nach 26 Jahren im Vorstand hierfür nicht mehr kandidierte, dem Verein aber in anderer Funktion erhalten bleibt. Gudrun Ortner in ihrer Funktion als 2. Vorsitzende wurde im Amt bestätigt. Die Kasse wird künftig von Sven Fischer geführt, während sich Silke Weidenweber und Michaela Mannel das Amt des Schriftführers teilen. Beisitzer sind Ursula Reusing, Christine Edinger, Christa Staab, Roland Peter, Markus Staab, Erika Obornik, Willi Rothenbücher und Anton Weipert. Kassenprüfer sind Helena Bozem und Elke Klotz. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Rosi Rothenbücher und Reinhold Frankenberger, der lange Jahre Kassierer war.
Abschließend wurden Erika Obornik, Wolfgang Obornik und Roland Peter für die Meistbeteiligung an den Gesangstunden mit einem Presskopfschwein geehrt.
Der Verein wünscht sich auch künftig neue sangeslustige Mitglieder. Interessierte können unverbindlich an einer Schnupperstunde teilnehmen und zwar jeden Donnerstag ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus im Grund.

 

 

Main Echo, 12.03.2009
Straßenbau, Mobilfunkmast, Dorfladen . . .
Bürgerversammlung "Hofstädten spezial" -
Rathauschef Pistner informiert über Projekte im Ortsteil - 70 Teilnehmer

Schöllkrippen-Hofstädten. "Hofstädten spezial" - unter diesen Aspekt stellte Rathauschef Reiner Pistner am Dienstag die Kernthemen der Bürgerversammlung in Schöllkrippens kleinstem Ortsteil - der "heimlichen Hauptstadt" des Marktes, die mit rund siebzig Teilnehmern im Dorfgemeinschaftshaus reges Interesse am Ortsgeschehen demonstrierte.
Der Ausbau des Straßenabschnitts von der Spessartstraße bis zum Sportplatz, der bislang noch gesperrt ist, müsse neu ausgeschrieben werden, teilte Pistner mit. Die Ausbaukosten lägen bei etwa 95 000 Euro. Die Spessartstraße sei "nicht ganz fertig", erinnerte Pistner an die noch fehlende Begrünung. Bäume und Sträucher kosteten die Anlieger nichts; in der laufenden Dorferneuerung würden sie als öffentliche Maßnahme vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) bezuschusst. Die Schlussrechnungen für die Spessartstraße gehen den Anliegern wahrscheinlich erst in 2010 - nach erfolgten Vermessungen - zu.
Standortsuche im Ort: In den vergangenen Wochen habe das Rathaus Mitteilungen von Mobilfunkbetreibern erhalten, "die sich gehalten sehen, Standorte auf privaten Gebäuden zu suchen", teilte der Bürgermeister mit. Er erinnerte an den mehrheitlichen Beschluss des Marktgemeinderats Schöllkrippen vom Dezember 2007: "Das Grundstück am gemeindlichen Hochbehälter wird nicht zur Errichtung für einen Mobilfunkmast zur Verfügung gestellt". Aktuell gebe es im Rat keine Mehrheit, das Mobilfunkthema neu aufzugreifen. Der Ratsbeschluss, "außerhalb Hofstädtens keine Grundstücke anzubieten", schließe jedoch nicht die Gefahr aus, dass Mobilfunkbetreiber "innerhalb des Dorfes" einen Standort finden, so Pistner.
Die Maßnahmen zur Gestaltung des Umfelds des Dorfgemeinschaftshauses sind im laufenden Haushalt auf 70 000 Euro beziffert, könnten aber dank Bürgerhilfe merklich dezimiert werden.
Großes Augenmerk richtete Pistner auf Bauvorhaben in der Bayern-, Schöneberg- und Frankenstraße, wo sich vor dem Hintergrund der bisherigen Erschließungen und gemeindlicher Verpflichtungen unterschiedliche Ausbaubeiträge für die Anlieger darstellen. Die Frankenstraße war "niemals richtig fertig gestellt und somit auch niemals vollständig abgerechnet", hieß es. Die Maßnahmen, die im Altortbereich vom ALE bezuschusst werden können, werden Thema einer Anliegerversammlung sein, kündigte Pistner an. Die Kosten für den Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbau in der Schöneberg- und Frankenstraße sind auf die Haushalte 2009 und 2010 verteilt (2009: 500 000 Euro abzüglich Zuschüsse von 285 000 Euro).
 

Zum geplanten Dorfladen in der Spessartstraße sagte Pistner, "ein solches Vorhaben steht und fällt mit dem Enthusiasmus". Die Teilnehmergemeinschaft habe mit finanzieller Unterstützung des ALE das Haus gekauft. Für die Marktgemeinde bestehe die Verpflichtung, das Gebäude in zwei Jahren zur Hälfte zu bezahlen. Wenn dort nichts zustande komme, sei ein Weiterverkauf möglich. "Jetzt heißt es Farbe bekennen. Wollen wir oder wollen wir nicht?", sagte Pistner und lud zu einer beratenden "Dorfladenveranstaltung" am 21. April ein.
Der Bürgermeister wies auf die Fahrt vom 11. bis 15. Juni ins polnische Kochanowice hin (eine Partnerschaftsurkunde ist in Vorbereitung), erntete aber eine Absage vom Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Wolfgang Esterson: "Da haben wir Feuerwehrfest und können keinen Mann entbehren."
Reizthema Radweg Der Unmut etlicher Bürger entzündete sich am Zustand des Radwegs nach Schneppenbach. Ungeachtet der mangelnden Drainage sei auch die Asphaltierung schon mehrfach beantragt worden, wiederholten sie mit Nachdruck. Die untere Naturschutzbehörde habe demgegenüber Bedenken, sagte Pistner. In fünf Sitzungen im Kreis und in Gesprächen mit der Nachbargemeinde Kleinkahl, die den Radweg auch wolle, habe sich nun ein Kompromiss abgezeichnet. Zunächst müsse etwa ein Jahr lang eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden. "Wenn sich dann keine spezielle Katzenart findet, steht einer Asphaltierung wahrscheinlich nichts im Weg", scherzte Pistner.
Doris Pfaff

 

 

Main Echo, 07.03.2009
Fußweg verdeutlicht Hofstädtener Ortsgeschichte
Kleiner Spaziergang auf historischem Pfad -
Wirtschaftshof als Keimzelle des Dorfes

Schöllkrippen. Im Rahmen der Hofstädtener Dorferneuerung ist die ehemalige historische Fußwegverbindung unterhalb der Raingartenstraße im 2004 erstellten "denkmalpflegerischen Erhebungsbogen" als ortsbildprägender Fußweg eingezeichnet. Die Wirtschaftsgebäude und Scheunen nördlich des Weges stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der heute parallel zum Schneppenbach verlaufende Fußweg führte zuvor zwischen privaten Wiesengrundstücken hindurch, ist der Urkatasterkarte von 1847 zu entnehmen. Im Zuge der jüngsten Straßenbaumaßnahmen in der Spessartstraße - dem Rückgrat der Dorfstruktur - wurde auch ein neuer Kanal zum Schneppenbach geführt.

Folgt man dem Fußweg, der am Hofstädtener Sport- und Freizeitgelände an der Zufahrt von der Spessartstraße zum Dorfgemeinschaftshauses im Blinden Grund beginnt, weitet sich der Blick im Norden auf eine ortsbildprägende Fachwerkgebäudegruppe an der Kreuzung Raingartenstraße/Spessartstraße und auf ein denkmalgeschütztes Einfirsthaus aus dem späten 18. Jahrhundert in der Raingartenstraße 2.


Etwa hundert Meter weiter in einer Hohle bei der Abzweigung in Richtung Westerngrund ist ein Bildstock aus der Zeit um 1780 zu sehen. Die Eigentümer sind gerade dabei, den Platz attraktiv zu pflastern.

Der Bildstock ist nur einer von vielen Zeitzeugen der reichen Hofstädtener Vergangenheit.

Interessierte können sich unter www.hofstaedten.de genauer über die Geschichte des ehemaligen Klosterdorfes informieren.

Heimatforschern zufolge dürfte die Keimzelle Hofstädtens ein herrschaftlicher Wirtschaftshof in der heutigen Raingartenstraße gewesen sein, der dem Dorf auch seinen Namen gab. Doris Pfaff

 

 

Main Echo, 05.03.2009
8:7 für den Haushaltsplan 2009
Marktgemeinderat beschließt Etat gegen Stimmen der CSU -
Steuereinnahmen wegen Krise fraglich

Schöllkrippen. Mit knapper Mehrheit hat der Marktgemeinderat den Schöllkrippen Haushaltsplan 2009 beschlossen. Kritik der CSU-Fraktion, die den Etat mit sieben Stimmen ablehnte, entzündete sich vor allem an der "schöngerechneten" Einnahmenseite und der Neuverschuldung.
Nach dem vorgelegten Entwurf wird die Neuverschuldung zum Jahresende 6,1 Millionen Euro und pro Kopf 1580 Euro betragen. Zum 31. Dezember 2008 lag die Pro-Kopf-Verschuldung bei 1435 Euro.
Freie Wähler (sechs Räte anwesend) und die beiden Grünen-Vertreter stimmten dem rund 780 Positionen umfassenden Zahlenwerk zu, das Kämmerer Norbert Steigerwald dank der vorherigen Ausschussberatungen nur noch in wenigen Punkten erklären musste.
.....
Bei den veranschlagten Investitionen im Vermögenshaushalt, die teilweise noch fraglich waren, ließ Bürgermeister Reiner Pistner einzeln abstimmen. So kann die Renovierung der Schneppenbacher Kapelle einstimmig "durchgezogen" werden, da Zuschüsse vom Amt für ländliche Entwicklung in Aussicht stehen und der Kappellenverein St. Michael mit 17 000 Euro die gemeindlichen Ausgaben von 24 000 Euro erheblich schmälern hilft. Nicht gestrichen wird die Wassertretanlage am Sport- und Freizeitgelände (17 000 Euro).
70 000 Euro bleiben auch für den Umgriff des Hofstädtener Dorfgemeinschaftshaus stehen. Mehrheitlich befürwortete der Rat die Baumaßnahme Schöneberg-/ Frankenstraße in Hofstädten (Straßenbau 290 000 Euro, Kanal 64 000 Euro, Wasserleitung 152 000 Euro), die auf zwei Jahre verteilt werden soll.
Optimistisch sind die Einnahmen von 160 000 Euro aus Grundstücksverkäufen angesetzt.
Mit acht zu sieben Stimmen ging auch die Finanzplanung der kommenden Jahre durch, die Bürgermeister Reiner Pistner als "massiv ehrgeizig" bezeichnete. Augenfälligste Positionen sind in 2010 der Neubau der Schneppenbacher Brücke (290 000 Euro), Kanal- und Wasserleitungsbauten in der Reuschbergstraße (500 000 Euro), die Beteiligung an der KVG mit 200 000 Euro und eine Darlehnsaufnahme von einer Million Euro.
Einmütig gebilligt wurde abschließend der Stellenplan. Doris Pfaff

 

 

Faschingsumzug 2009

 

 

Main Echo, 19.02.2009
Ein problematisches Haushaltsjahr
Finanzausschuss: Schöllkrippener Etatentwurf unter der Lupe -
Ziel: Ausgaben reduzieren, Projekte verschieben

Schöllkrippen. Bürgermeister Reiner Pistner machte ersichtlich, dass das Geld aus dem Sparbuch des Vermögenshaushaltes und der Zuführung vom Verwaltungshaushalt (rund 575 000 Euro) ohne Neuverschuldung nicht ausreicht, um die geplanten Vorhaben realisieren zu können.
.....
Von Streichungen und Verschiebungen ins nächste Jahr oder "Einzelabstimmungen" im Gemeinderat sind betroffen: Ein Weg um das Seniorenpflegewohnheim (15 000 Euro), Vorplatz der St. Lukaskapelle (10 000 Euro), Renovierungen an der Kapelle St. Michael in Schneppenbach (24 000 Euro abzüglich Vereinsgelder von 17 000 Euro), Wassertretanlage im Spiel-Sport-Freizeitgelände (17 000 Euro), Brückenneubau in Schneppenbach ( 290 000 Euro), der Umgriff des Dorfgemeinschaftshauses in Hofstädten (70 000 Euro) oder auch die Wasserleitung zum Schneppenbacher Sportplatz.
Unstrittig sind Straßenbau (310 000 Euro abzüglich 285 000 Euro Zuschüsse), Kanal und Wasserleitung in der Schöneberg- und der Frankenstraße (265 000 Euro) in Hofstädten. Eventuell seien die Maßnahmen bis ins Frühjahr 2010 "ziehbar", war zu hören.
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Doris Pfaff