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Heimatbote 17.September 2011
Pilotprojekt "Dorfladen Hofstädten"
Handwerker mit umfangreichen Innenarbeiten beschäftigt


Schöllkrippen-Hofstädten:
Nach wiederholten Verzögerungen war der Dorfladenbau in Hofstädten in die Schlagzeilen geraten. Er ist aber auch wie ein "Pilotprojekt" im Gespräch, insbesondere in Wiesen und Kleinkahl, wo ähnliche Vorhaben anstehen. Im Juni war Richtfest gefeiert worden und bis 28.06. war das Dach samt Solarzellen fertig. Und wieder sah es so aus, als ruhe die Baustelle. Nach Gesprächen des Dorferneuerungsvorstandes mit dem verantwortlichen Architekten kam heraus, dass die Ausschreibungen für die Handwerker über mehrere Behördenschreibtische laufen. Es wurde eine beschleunigte Bearbeitung zugesichert und bald waren die einzelnen Gewerke vergeben, überwiegend an heimische Handwerker. Dass von Außen trotzdem wenig zu sehen ist, liegt in der Sache. Der Rohbau fällt ins Auge, die Installationen drinnen sind zeitaufwändig aber nicht zu sehen. Zur Zeit sind Elektro-, Wasser- und Heizungsinstallationen dran. Sobald dann Fenster und Türen montiert werden, ist wieder mehr zu beobachten.

 

 

28.06.2011 Die Realität sieht fast schon aus wie die Planung

 

 

Die Geschäftsführerinnen Michaela Mannel und Tanja Staab, gemeinsam mit dem Nachbar, bei der Besichtigung des ersten Bauabschnittes: die Bodenplatte

 

 

Amtsgericht Aschaffenburg
Aktenzeichen: HRB 11552
Bekannt gemacht am: 02.03.2011 12:00 Uhr

Neueintragungen
24.02.2011
Dorfladen Hofstädten UG (haftungsbeschränkt), Schöllkrippen-Hofstädten, Spessartstraße 21, 63825 Schöllkrippen-Hofstädten. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 16.02.2011. Geschäftsanschrift: Spessartstraße 21, 63825 Schöllkrippen-Hofstädten. Gegenstand des Unternehmens: Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft der Gesellschafter und stillen Gesellschafter durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb bzw. die Förderung der sozialen oder kulturellen Belange der Mitglieder. Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb und Unterhalt eines Verkaufsladens, der Handel, das Kommissions- und Vermittlungsgeschäft -soweit dies nicht genehmigungspflichtig ist, sowie die Vermittlung von Dienstleistungen und Erzeugnissen aus landwirtschaftlichen Produktion mit für den Verbrauch erfroderlichen Waren, Gütern und Dienstleistungen. Stammkapital: 450,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Mannel, Michaela, Schöllkrippen-Hofstädten, *02.09.1972; Staab, Tanja, Schöllkrippen-Hofstädten, *17.05.1977, jeweils einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

 

 
23.11.2010
An alle Hofstädtener Bürgerinnen und Bürger!

Endlich können wir zum Dorfladen eine verbindliche Zusage machen.

Die Weihnachtsgeschenke können wir dieses Jahr leider nicht mehr im Dorfladen kaufen. (War unser Ziel)

Es gab Verzögerungen durch verschiedene Prüfungen im Landratsamt. Das Grundstück des Dorfladens befindet sich im Hochwasser gefährdeten Bereich, deshalb mussten spezielle Hochwasserberechnungen durchgeführt werden. Um dem Hochwasserschutz gerecht zu werden, muss der Dorfladen ca. 50 cm höher gebaut werden. Somit benötigen wir im Außenbereich einige Stufen und eine Auffahrrampe, um einen behindertengerechten Eingang zu schaffen.

Die Baugenehmigung liegt nun vor. Nach Angaben des Architekten kann der Bau unseres Dorfladens im neuen Jahr beginnen.

Wir werden in Kürze beim Notar die "Dorfladen Hofstädten UG & Still" beurkunden lassen.

In der Gründungsversammlung im vergangenen Jahr wurde der Aufsichtsrat gewählt. In der ersten Aufsichtsratssitzung wurden nun folgende Ämter vergeben:

Aufsichtsratsvorsitzender: Anton Weipert
Stellvertreter: Reiner Pistner
Rechnungsprüfer: Siegbert Glaser
Schriftführerin: Christa Staab
Beisitzer: Dieter Weipert

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates sowie der Geschäftsführung wurden bereits beschlossen.

Wir sind guter Dinge, dass das Weihnachtsgeschäft 2011 im Dorfladen stattfinden kann.

 

 
22.10.2010 Die Baugenehmigung wurde erteilt

Und so könnte der neue Dorfladen aussehen:

 

 

Main Echo, 04.10.2010
Dorfladen: Baubeginn verzögert sich
Ortserneuerung: Wasserrechtliche Genehmigungen noch nicht erteilt - Schneppenbach liegt an Grundstücksgrenze

Schöllkrippen.  Der Baubeginn des geplanten Hofstädtener Dorfladens in der Spessartstraße wird sich noch weiter hinausziehen, wie Bürgermeister Reiner Pistner am vergangenen Dienstag in der Marktgemeinderatssitzung bekannt gab. Ein Datum wurde nicht genannt.

An der Gabelung zur Ruhbornstraße war Anfang Juli das Haus des früheren Bürgermeisters Alfred Hornick abgerissen worden, um an dieser Stelle einen Dorfladen zu errichten. Geplant war ein eingeschossiger Neubau mit ebenerdigem Eingang. Wie Pistner bereits im Juli mitteilte, waren die Baupläne beim Landratsamt eingereicht. Wegen wasserrechtlicher Genehmigungen verzögere sich die Maßnahme jedoch noch um einige Wochen. »Wir wollen aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr bauen«, hatte sich Pistner gewünscht. In der jüngsten Ratsversammlung musste er nun mitteilen, dass die Plangenehmigung des Landratsamtes »immer noch nicht da« sei.
Hochwassergefahren ernst nehmen
Ungeachtet dessen sei abzusehen, dass etwa 50 Zentimeter »höher gebaut« werden müsse. Zu diesem Thema äußerte sich nun auch Arno Stein vom Hofstädtener Dorferneuerungsvorstand in einer Pressemitteilung. »Der Klimawandel verzögert den Dorfladenbau in Hofstädten«, meint Stein.
Beim geplanten Neubau für den Dorfladen zeige es sich, wie sich große Probleme im Kleinen auswirken. Mit Blick auf die zunehmend älteren Bürger hätten die Verantwortlichen der Dorferneuerung einen barrierefreien ebenerdigen Eingang geplant. Wegen des Schneppenbaches an der Grundstücksgrenze sei schließlich im Genehmigungsverfahren auf die »sehr ernst zu nehmenden« Hochwassergefahren hingewiesen worden. Mit den klimabedingten Wetterkapriolen sei nicht zu spaßen, hieß es.
Die Planer seien nun »in der Zwickmühle« und suchten einen Kompromiss, sagt Arno Stein. Eigens sei eine Studie zu den Auswirkungen eines Jahrhunderthochwassers (HQ100) erstellt worden. »Diese Pläne hängen zurzeit noch in den Büros der Genehmigungsbehörden«, weiß Stein. Darüber sei der Vorstand der Dorferneuerung in seiner Sitzung vor einigen Tagen informiert worden. Das Gremium habe aber dennoch beschlossen, dass der betraute Architekt und das Amt für Ländliche Entwicklung schnellst möglich die Ausschreibungsunterlagen zusammenstellen. Denn auch dafür seien bestimmte Fristen einzuhalten.
Der eigentliche Bau sollte von einem Generalunternehmen dann recht kurzfristig vorgenommen werden können. »Trotzdem verzögert sich die Eröffnung des Dorfladens«, bedauert Arno Stein.
In einer Bürgerversammlung im März war Zuversicht geäußert worden, »dass die Hoftstädtener zu Weihnachten ihre Geschenke im Dorfladen einkaufen können«. Dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, scheint nun mehr als fraglich.
Doris Pfaff

 

 

Heimatbote, 6.3.2010
Dorfladen-Neubau steht nichts mehr im Wege

Schöllkrippen: Dem Bauantrag der Teilnehmergemeinschaft Hofstädten, vertreten durch das Amt für Ländliche Entwicklung, zum Abbruch des Hornick-Hauses und dem Neubau eines Dorfladens hat der Marktgemeinderat am vergangenen Dienstag ohne Gegenstimme zugestimmt.

 

 

Main Echo, 17.12.2009
Hornick-Haus wird doch nicht saniert
Dorfladen Hofstädten: Marktgemeinderat einstimmig für Neubau statt Umbau -
Mehrkosten von 17 000 Euro

Schöllkrippen. Einmütig hat der Marktgemeinderat am Dienstag entschieden, die in Hofstädten »eingeschlagene Spur zu verlassen« und statt Umbau und Sanierung des Hornick- Hauses einen Dorfladen-Neubau an selber Stelle in der Spessartstraße anzustreben.
Bürgermeister Reiner Pistner stellte dazu erste einfache Pläne vor. Demnach befindet sich der eingeschossige Neubau mit ebenerdigem Eingang weiter von der Straße weg und bietet geeignete Parkmöglichkeiten. Im vorläufigen Kostenvergleich schneide ein Neubau mit 270 000 Euro (ohne Nebenkosten) zwar schlechter ab als der ursprünglich ins Auge gefasste Umbau zu 240 000 Euro (wir berichteten), die baulichen Vorteile und wesentlich besseren Gestaltungsmöglichkeiten machten diesen Unterschied aber wett, war aus der Diskussion im Rat herauszuhören.
Nach Abzug der Fördermittel über das Dorferneuerungsprogramm belaufe sich der gemeindliche Kostenanteil beim Neubau auf 146 000 Euro, beim Umbau auf 129 000 Euro. Die Kostendifferenz von 17 000 Euro könne durch Eigenleistungen des Marktes ausgeglichen werden, rechnet Pistner.
Bei aller Wertschätzung für das Engagement der Hofstädtener in Sachen Dorfladen solle der Markt dennoch aufpassen, dass er keinen Schildbürgerstreich begehe, meinte Marco Schmitt (CSU). Bei der 180-GradWende von Sanierung zu Neubau habe man sich allein von dem Argument leiten lassen, »weil’s der Staat bezuschusst«.
Die Idee zum Neubau sei erst mit den in Aussicht gestellten Zuschussmitteln gekommen, meinte Schmitt, stimmte aber letztendlich doch der neuen Spur zu.
Die noch mit den Dorferneuerern genau abzustimmenden Neubau- und Eingabepläne für den Dorfladen könnten bis Februar vorliegen, so Pistner abschließend.
dp

 

 

Main Echo, 12.10.2009
Bürger gründen Gesellschaft "Unser Dorfladen Hofstädten"
Versammlung: Stille Anteile gezeichnet und Gesellschaftsrat bestimmt -
Zur Unterbringung in der Spessartstraße Umbau oder Neubau denkbar

Schöllkrippen-Hofstädten. Bei der Gründungsversammlung von "Unser Dorfladen Hofstädten UG & Still" durch engagierte Bürger ist in geheimer Wahl ein fünfköpfiger Gesellschaftsrat bestimmt worden. Abgegeben wurden 64 Stimmen.
Der künftige Aufsichtsrat - ein Kontrollorgan und Ratgeber - setzt sich zusammen aus Dieter Weipert (56 Stimmen), Siegbert Glaser (56), Christa Staab (63), Anton Weipert (58) und Bürgermeister Reiner Pistner (54). Der Versammlung ging der Beschluss über den Inhalt des Satzungsvertrages und die Unterzeichnung durch die Gesellschafter voraus. Damit verknüpft war die Zeichnung von stillen Geschäftsanteilen. Dank dieser Zeichnungen können die nächsten Schritte zur Verwirklichung des Dorfladens angestrebt werden, so Arno Stein vom Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung. Weitere Zeichner sind willkommen.
Einfach zu führen: Wolfgang Gröll, Fachberater für Dorfläden in Bayern, erklärte, die "UG & Still" sei eine günstig und zügig zu gründende und einfach zu führende haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, auch Mini-GmbH genannt. In der Präambel des beschlossenen Gesellschaftsvertrages zwischen Dorfladen Hofstädten UG und den Unterzeichnern steht: "Um die Errichtung und den Betrieb des Dorfladens auf eine solide finanzielle Grundlage stellen zu können, werden die Bürger gebeten, einen Beitrag in Form einer stillen Beteiligung an die Dorfladen Hofstädten UG zu leisten. Das nachrangig haftende Darlehen muss auf mindestens 150 Euro oder ein Mehrfaches (durch 50 teilbar) lauten. Das Kapital der stillen Gesellschaft dient im Falle einer drohenden Überschuldung der Gesellschaft als nachrangiges Haftkapital. Das Risiko ist auf den hingebenden Beteiligungsbetrag beschränkt."
Im Vertrag, der nach behördlicher Prüfung von der Geschäftsführung - die später zu bestellen ist - gegengezeichnet werden muss, sind die rechtlichen Grundlagen festgeschrieben.

Bürgermeister Reiner Pistner ging auf die baulichen Voraussetzungen des Dorfladens in der Spessartstraße 21 ein. In seiner jüngsten Sitzung habe der Marktgemeinderat die Grundrissplanung des Architekten Martin Reuter gebilligt (wir berichteten). Ungeachtet der planerischen Kosten für den Ausbau des Dachgeschosses liege die Maximalplanung allein für den unteren Teil des Hauses bei 290 000 Euro. "Das", so Pistner, "kann kein Mensch so finanzieren." Pistner überlegte, ob es nicht besser sei, anstelle der weitreichenden Umbau- und Sanierung neu zu bauen. Ob ein Neubau günstiger wäre, sei zu prüfen.
Pistner erklärte weiter, dass die Dorfladen UG Miete an die Gemeinde zahlen müsse. Während er die Aussichten auf die baurechtliche Genehmigung der Umbaupläne positiv bewertete, sieht Pistner trotz der Zuschussmittel aus dem Amt für ländliche Entwicklung bei der finanziellen Umsetzung noch erheblichen Gesprächsbedarf. "Die Gemeinde ist im Boot, an den Finanzen müssen wir noch schaukeln", sagte Pistner.
Doris Pfaff

 
Dieter Weipert, Siegbert Glaser, Christa Staab, Anton Weipert, Reiner Pistner

 

 

Der Dorfladen Hofstädten
(Bürgerladen in Form einer UG haftungsbeschränkt) & Still stellt sich vor


 

 

 

Main Echo, 17.07.2009
Dorfladen-Projekt muss noch einige Hürden nehmen
Dorferneuerung Vorstand diskutiert zahlreiche Aufgaben -
Infostand beim Gesangvereinsfest geplant

Schöllkrippen-Hofstädten. Das Dorfladen-Projekt für Hofstädten kommt voran: Ausführlich über das Vorhaben informierten in der Sitzung des Vorstandes der Dorferneuerung Hofstädten Tanja Staab, Sigrid Dedio, Michaela Mannel und Karin Herget.
Neben der Auswertung der Umfrage zum Dorfladen, an der sich 87 der insgesamt 180 Haushalte des Ortsteils beteiligt hatten, wurden eine Wirtschaftlichkeitsberechnung des Beraters Wolfgang Gröll und eine eigene Berechnung erklärt.
Am Sonntag, 2. August, wird es zum Thema Dorfladen einen Infostand beim Gesangvereinsfest (Nachkerb) geben. Per Beschluss wurde der Arbeitskreis Dorfladen gebeten, die Arbeit fortzusetzen.
Architekt Martin Reuter zeigte Vorschläge für den nötigen Umbau im "Haus Hornick", um auch den Vorgaben der Lebensmittelüberwachung zu entsprechen. Und selbst, wenn alle Vorarbeiten für den Dorfladen abgeschlossen sind und auf einer Gründungsversammlung, die im September stattfinden soll, sich genügend Bürger für die Zeichnung von Anteilen bereiterklären, muss alles noch vom Amt für ländliche Entwicklung und vom Gemeinderat genehmigt werden.

Der Vorstand diskutierte auch den Stand der Dorferneuerungsmaßnahmen und ihre Fortsetzung. Die Grüngestaltung der Spessartstraße soll im Herbst ausgeführt werden.
Für die Gestaltung rund ums Dorfgemeinschaftshaus ist die Planung, wie Baudirektor Otto Kister vom Amt für ländliche Entwicklung berichtete, in seinem Haus im Genehmigungsverfahren. Bürgermeister Reiner Pistner erhält vom Landschaftsarchitekten Klaus-Dieter Streck ein Leistungsverzeichnis, aus dem ersichtlich ist, welche Eigenleistungen möglich wären. Hierzu soll im Herbst ausführlicher informiert werden.
Pistner berichtete auch, dass bei der geplanten Baumaßnahme Schöneberg- und Frankenstraße im Rahmen der Dorferneuerung nur eine Teilstrecke von rund 130 Metern (bis zum alten Feuerwehrhaus) bezuschusst wird.

 

 

Main Echo, 24.04.2009
Eine Chance für den Dorfladen
Fachvortrag: Wenn sich die Hofstädtener beteiligen, ist eine solide Grundlage für das Projekt möglich

Schöllkrippen-Hofstädten. Ein kleiner Laden könne nicht groß sein und ein großer nicht klein - mit dieser etwas naiv erscheinenden Aussage erklärte Wolfgang Gröll in der Info-Veranstaltung "Dorfladen" in Hofstädten, dass der eine den anderen nicht zu ersetzen vermag, dass durchaus aber beide nebeneinander existieren können. Richtig geführt und mit den Produkten der Region im Sortiment werde der Dorfladen bestehen. Wolfgang Gröll, der im Dorfgemeinschaftshaus referierte, ist Fachberater für Dorfläden in Bayern.
Wer heute in Hofstädten einkaufen will, der muss zumindest nach Schöllkrippen fahren. Dort sind Discounter und Vollsortimenter angesiedelt. Der letzte Laden in Hofstädten hat vor 25 Jahren geschlossen. Im Zuge der Dorferneuerung soll sich das jetzt ändern, erklärten Tanja Staab und Michaela Mannel in der Versammlung.
Schon bei der Bildung der Arbeitskreise hätten sie sich mit diesem Thema befasst. Mittlerweile haben die beiden Dorfläden besucht und den Fachberater Wolfgang Gröll kennen gelernt.

Die Frage, wo in Hofstädten ein solcher Laden entstehen könnte, ist bereits geklärt. Nachdem das Hornick-Haus an der Gabelung von Kreis- und Staatsstraße zum Kauf angeboten worden war, konnte es erworben werden. Es ist genau jenes Haus, das früher den letzten Laden beherbergt hatte. Und nach dem Willen der Initiatorinnen soll es nicht nur Ladenfunktion erfüllen. Eisdiele, Jugendtreff, Schafkopfabende und Kaffeetage mit selbst gebackenem Kuchen könnten dort angeboten werden.
Dass Schöllkrippen bereit steht, das Gebäude wieder zum Laden umzubauen, machte Bürgermeister Reiner Pistner deutlich. Wichtig sei nur, dass alle das wollen und dass sich genug Bürger beteiligen und auch mit Eigenleistung nicht sparen.
Wie kann's funktionieren? Für viele war es die wichtigste Frage: Kann ein solcher Laden überhaupt bestehen?
"Tante Emma is back" titulierte Wolfgang Gröll seinen Vortrag, es gebe zur Zeit eine Renaissance der Nahversorger, erklärte er. Der Unternehmensberater, der selbst den Beruf des Einzelhandelskaufmannes von der Pike auf gelernt hat, hielt es für wichtig, dass ein solcher Laden von der Gemeinschaft der Bürger getragen werde. Dieses Modell habe sich am besten durchgesetzt. Möglichst viele Unterstützer sollen Anteile erwerben - das schaffe nicht nur die finanzielle Basis, sondern auch den direkten Bezug zum Laden.
Um darzustellen, dass auch kleine Läden bei den Preisen mit den großen mithalten können, erklärte er, wie der Einzelhandel denn so tickt. Durch den Einkauf über verschiedene Gruppen kauften letztendlich alle beim selben Großhändler. "Klein ist gleich teuer" sei also ein Vorurteil in den Köpfen der Menschen, das es auszuräumen gelte. An Beispielen des Preisvergleichs existierender Dorfläden mit den Discountern machte er das deutlich.
Wenn ein solcher Dorfladen doch scheitere, sei mit Schulden von 60 000 bis 70 000 Euro zu rechnen. Es sei also wichtig, ein solches Risiko auf viele Schultern zu verteilen, meinte er. Der Einzelne riskiere nur, seinen Anteil zu verlieren und könne für Weiteres nicht haftbar gemacht werden. Das sei zwar auch Geld, aber nicht gleich die Vernichtung einer Existenz.
100 bis 400 Quadratmeter Fläche brauche der Laden und müsse zwischen 2000 und 3500 Artikeln anbieten. "Dann kriegen Sie alles, was sie brauchen und was Sie nicht kriegen, brauchen sie nicht!" Bei der Einwohnerzahl Hofstädtens rechnete Gröll mit einem Jahresumsatz von bis zu 800 000 Euro. Die Arbeitskräfte müssten natürlich nach ihren Stunden bezahlt werden.
Der nächste Schritt ist die Gründung einer Initiativgruppe und die Gewinnung von Mitgliedern, die bereit sind, Anteile zu zeichnen. Wenn ein Projektleiter, der auch Marktleiter sein könne, gefunden sei, könne ein Konzept erstellt und eine Betreibergesellschaft gegründet werden.
Eine "Riesenchance" sei das, meinte Bürgermeister Reiner Pistner.
Als Berater wurde Wolfgang Gröll auch von Otto Kister vom Amt für ländliche Entwicklung akzeptiert, der ankündigte, mit Gröll einen Vertrag zu schließen. Jetzt gilt es, die Bürger zu mobilisieren, deren Eigenleistung auch noch beim Dorfgemeinschaftshaus und bei der geplanten Kapelle gefragt ist. In Hofstädten ist der Gemeinschaftssinn gefragt. Jürgen Brehm

 

 

Main Echo, 03.02.2009
Schnäppchenjagd im Haus mit der Nummer 21
Dorferneuerung: Die Hofstädtener zeigen, wie man mit viel Spaß ein Haus von seinem Inventar trennt

Schöllkrippen-Hofstädten. An den Sonntagnachmittagen ist Hofstädten ein beschaulicher Ort. Vorgestern aber war Bewegung. Das Dorferneuerungsteam setzte eine Idee um, die manchen Schnäppchenjäger auf Trab brachte und sich nach der Spessartstraße erkundigen ließ.
Wie berichtet, wurde das Haus Spessartstraße 21 erworben und dieses Haus ist nun recht bedeutsam für den Erneuerungsprozess. Wenn sich hier ein funktionierendes Ladengeschäft etablieren könnte, wäre das so ganz nach dem Geschmack der Hofstädtener.
Vor einer neuen Nutzung muss Platz gemacht werden im Haus. Für Tanja Staab, Karin Herget, Sigrid Dedio und Michaela Mannel vom Dorferneuerungsteam war klar, dass es viel zu schade wäre, wenn das Inventar des ehemaligen Bürgermeisters einfach in Müllcontainern landen würde. So reifte die Idee mit dem Hausflohmarkt.
Um 13 Uhr sollte der Flohmarkt eigentlich beginnen. Erste Überraschung: Bereits eine Stunde zuvor standen Schnäppchenjäger vor der Tür. Als der Andrang noch größer wurde, entschied sich das Hofstädtener Dorferneuerungsteam, die Interessenten vorzeitig hereinzulassen. Galt es doch, die ganze Einrichtung an den Mann zu bringen. Möbel, Haushaltsgeräte, Geschirr, Bücher und viele nette Sachen, bis hin zu einer Reihe von Jagdtrophäen warteten auf neue Eigentümer. Die "besten Stücke" waren rasch verkauft und doch kamen den ganzen Nachmittag über immer wieder Interessenten, die für sich etwas Nettes fanden. So wurde geschaut und sportlich um ein paar Euros gefeilscht. Da es auch Kaffee und Kuchen und Glühwein gab, ließ es sich im Haus Spessartstraße 21 problemlos aushalten. Kurz vor Toresschluss gingen sogar noch Teppiche weg und von den vielen Geweihen war kein einziges mehr übrig. So war am Abend das alte Haus fast ausgeräumt - es blieb kaum etwas übrig, was jetzt noch weggeworfen werden müsste. Ein großer Schrank ist zwar noch da, aber verkauft. Der wird am Mittwoch abgeholt.
Für die Teilnehmergemeinschaft war die Aktion ein voller Erfolg - nicht zuletzt, weil auch die Kasse klingelte für ein liebenswertes Hofstädten. Wie viel eingenommen wurde? Da geben sich die vier Damen bedeckt. 1000 Euro seien es nicht gewesen, aber immerhin doch Geld, das die Dorferneuerung gut gebrauchen kann. Jürgen Brehm

Das ehemalige Bürgermeister-Wohnhaus
Ganz früher hatte das Haus in der Spessartstraße in Hofstädten schon einmal einen Laden, später war es Bürgermeisteramt, schließlich diente das Gebäude als Wohnung von Alfred Hornick, der von 1964 bis 1978, bis zur Gebietsreform, Bürgermeister der kleinen Gemeinde war.
Seit seinem Tod am 7. Dezember 2006 stand das Anwesen leer. Durch die Hofstädtener Dorferneuerung soll künftig neues Leben in das alte Haus einziehen, vielleicht sogar wieder ein Dorfladen. jb

 

 

Main Echo, 25.06.2008
Neues Leben als Dorfladen
Dorferneuerung: Teilnehmergemeinschaft kauft ehemaliges Bürgermeisteranwesen

Schöllkrippen-Hofstädten. Mit der Hofstädtener Dorferneuerung kauft die Teilnehmergemeinschaft das ehemalige Bürgermeisteranwesen in der Spessartstraße 21. Dies teilte Bürgermeister Reiner Pistner in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates mit.
Die Beurkundung stehe kurz bevor, erklärte Pistner auf Nachfrage unserer Zeitung. Zwei Jahre nach dem Kauf durch die Teilnehmergemeinschaft sei dann die Marktgemeinde verpflichtet, das Gebäude zum Selbstkostenpreis zu erwerben. Über den Kaufpreis wollte Pistner keine Angaben machen. Bei dem Gebäude in der Ortsmitte handelt es sich um das Haus des früheren Hofstädtener Bürgermeisters Alfred Hornick. Von 1964 bis 1978 - bis zur Eingliederung als Ortsteil von Schöllkrippen - war Hornick Bürgermeister von Hofstädten. Sein Wohnhaus war gleichzeitig sein Amtssitz.
Bis 1985 beherbergte das Gebäude an der Abzweigung zur Ruhbornstraße auch einen Lebensmittelladen. Seit Hornicks Tod Ende 2006 steht das Haus leer.
Nun soll es darin wieder einen Dorfladen geben. Ein solcher stand bereits 2005 - in der Vorbereitungsphase zur Dorferneuerung - auf der Wunschliste des Arbeitskreises "Verkehr, Wirtschaft, Gewerbe und Versorgung."
Ort der Begegnung Neben den PKW- unabhängigen Einkaufsmöglichkeiten sei ein Dorfladen ein Ort der Begegnung und der Kommunikation, hieß es. Laut Bürgermeister Reiner Pistner ist der Umbau des Hauses zum Dorfladen im kommenden Jahr geplant. Es gebe auch interessierte Leute in Hofstädten, die den Laden betreiben wollten. Der besondere Standort mitten im Dorf erlaube es zudem, "das Umfeld vernünftig zu gestalten". Der Umbau zum Dorfladen werde zu 55 Prozent aus Mitteln des Amtes für Ländliche Entwicklung gefördert. Auch auf den von einem Gutachter ermittelten Gebäudewert gebe es Zuschüsse von 55 Prozent. dp

 


Main-Echo 09.03.2007
700 000 Euro für die Dorferneuerung

Während der Ausbau der Spessartstraße, der Staatsstraße 2306 in der Ortsdurchfahrt und den damit verbundenen Kanalbau wohl bekannte Themen sind (das Main-Echo berichtete mehrfach), verliert die Dorferneuerung als Thema nicht an Gewicht.
In der Bürgerversammlung erschien Baudirektor Otto Kister vom Amt für ländliche Entwicklung und gab das Ergebnis des Budgetierungstermins bekannt, der aktuell am selben Tag stattgefunden hatte.
Danach kann der Schöllkrippener Ortsteil Hofstädten bei seiner Dorferneuerung mit einem Gesamtzuschuss von 700000 Euro rechnen. Davon sind 25000 Euro bereits für die Errichtung einer Kapelle festgelegt, 60000 Euro für die Einrichtung eines Dorfladens und 100000 Euro für Gewässer, Hochwasserbeseitigung und Ökologie.
Nicht bezuschusst werden vom Amt für ländliche Entwicklung, auch das wurde festgelegt, der Bau von Radwegen und der Ausbau der Schönebergstraße und der Flurstraße.
Jürgen Brehm


Protokoll der Auswertung der Bürgerversammlung - mit Prioritätenliste
 

 
 

Arbeitskreis
Dorfgemeinschaft/soziale Entwicklung/Kultur

Sprecher: Siegbert Glaser
  nächster Treff: Mi..........., 20:00 Uhr
  Gasthaus "Zur Gemütlichkeit"
 

4.Protokoll
Vortrag Gemeinderat
Jugendbefragung
 
 
 

Arbeitskreis
Verkehrswege/Wirtschaft/Gewerbe/Versorgung

Sprecher: Arno Stein
 nächster Treff: ........., 20:30 Uhr
 Gasthaus "Zum Schatzel"

 

3.Protokoll
4.Protokoll
5.Protokoll
Dorfladen
6.Protokoll
7.Protokoll